Zukunftstag: ein Tag als Schreinerin

11/11/2016
Der Nationale Zukunftstag fand dieses Jahr am 10.November 2016 statt. Zahlreiche Mädchen haben dann die Gelegenheit Einblicke in einen sogenannt typischen Männerberuf zu erhaschen. Gleiches gilt für die Jungs für die Frauenberufe. Am Zukunftstag können die Kinder ihren Vater, die Mutter, den Götti, die Nachbarn, oder auch ein Kollegen der Eltern an einem Arbeitstag begleiten. Falls jemand diese Möglichkeit nicht hat, kann der Schüler oder die Schülerin an einem der Spezialprojekte teilnehmen. Wir beteiligen uns aktiv am Zukunftstag und bieten den Mädchen das Spezialprojekt „Ein Tag als Schreinerin“.

Zukunft Schreinerin

Der Zukunftstag bietet Kindern der 5. bis 7. Klasse einen Einblick in den Beruf des Schreiners. Sie lernen so vor Ort dessen Arbeitsalltag aus erster Hand kennen. In vielen Schulen gehört der Zukunftstag mittlerweile zum Jahresprogramm. Den Schülern und Schülerinnen wird damit eine neue Zukunftsperspektive aufgezeigt und bei der späteren Berufswahl geholfen.
Wir von der Hüsser Innenausbau AG bieten den Kindern – insbesondere den Mädchen – am Zukunftstag ein tolles Spezialprogramm. Denn Schreinerinnen haben einen extrem vielseitigen Arbeitsalltag. Fast kein Arbeitstag gleicht dem anderen und die Schreinerinnen und Schreiner arbeiten mit den unterschiedlichsten Materialien. Dabei ist Holz natürlich der wichtigste Werkstoff. Schreinerinnen bauen Türen, bearbeiten Massivholz und produzieren Küchen. Wie eine Architektin zeichnet die Schreinerin Pläne und entwirft neue Möbel.
 

Unser Zukunfstag-Programm

Bei uns haben wir den Mädchen folgendes Programm geboten:
Um 9.15 Uhr versammelten sich die 10 Mädchen von den verschiedenen Gemeinden (und sogar Kantonen) in der Werkstatt der Schreinerei und liessen sich von unserem Lehrlingsausbildner, Roland Etterli, die Werkstatt zeigen. Nach dem Rundgang und dem Bestaunen der verschiedenen grossen Maschinen, musste der erste Eindruck bei einem Znüni verdaut werden. Anschliessend durften die Mädchen selber tätig werden und das Handwerk hautnah erfahren. Sie beobachteten den Schreiner, wie er Teile an der Tischkreissäge zuschnitt und anschliessend durften alle eines der Teilchen auslesen. Unter Instruktion sollten sie ein vorgegebenes Muster auf das MDF-Teilchen übertragen, sorgfältig mit Massstab und Bleistift wurde gearbeitet und eingezeichnet. Schliesslich soll dann aus diesem Teilchen ein lässiges Spieli werden! In der Folge konnten die Mädchen mit der Ständerbohrmaschine die Löcher in die MDF-Platte bohren und mussten dabei aufpassen, dass sie immer schön genau arbeiteten. Zwischenzeitlich mussten noch die Spielfigürli abgezählt werden, damit das Spiel dann auch richtig gespielt werden kann. Als Spielfigürli dienten Tablarträger. Weiter ging‘s mit einer Handmaschine: mit Hilfe der Oberfräse wurden die Kanten des Spielbretts gebrochen und mit einem Schleifpapier wurde dem Spielbrett den Finish verpasst. Zum Glück konnten wir noch rechtzeitig in Erfahrung bringen, dass eines der Mädchen an einer Stauballergie litt!
Und schon knurrte der Magen und die die ganze Crew durfte mitten in der Werkstatt das Mittagessen geniessen. Im Anschluss war Kreativität gefragt: die Inspiration hierfür holten sich die Mädchen in der Ausstellung, wo sie Küchen, Schränke, Türen und sonstige Möbel bestaunen konnten. Nun duften alle ihr Wunschmöbel zeichnen und der Fantasie freien Lauf lassen. Bevor der Tag als Schreinerin aber dem Ende entgegen ging, schnupperten die Mädchen ein letztes Mal Werkstatt-Luft, schnappten sich ihr Spielbrettli mit den Figürli und löcherten unseren Lehrlingsbetreuer mit Fragen zum Schreiner-Beruf. Roland Etterli gab breitwillig Auskunft und wir sind ja jetzt schon gespannt, ob vielleicht in ein paar Jahren eines der Mädchen bei uns eine Lehre zur Schreinerin absolvieren wird.

Für die Schreiner war der Zukunftstag eine lässige Abwechslung und es war schön zu sehen wie die fröhlichen Gemüter der Mädchen unsere Werkstatt erhellte und uns auch Inspiration für künftige Arbeitsweisen brachte.

Schon jetzt freuen wir uns auf den Zukunftstag im 2017 und sind gespannt, wer uns dann besuchen wird!

Wer Interesse hat am Schreinerberuf oder sich sogar für eine Schnupperlehre bewerben möchte, nimmt doch gleich mit uns Kontakt auf! Oder mach dich mit diesen Unterlagen schon mal schlau!
   

Über die Autorin

Barbara Hüsser
Barbara Hüsser
Geschäftsführerin von Hüsser Innenausbau und passionierte Schreiner-Bloggerin. Nach der Matura zunächst Studium an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz bis zum Abschluss als Sekundarlehrerin. Nach kurzer Lehrertätigkeit, Einstieg in den Schreinerberuf mit der Lehre zur Schreinerin. Parallel dazu Ausbildung am Schweizerischen Institut für Unternehmensführung zur Betriebswirtschafterin. Barbara Hüsser führt den 1913 gegründeten Familienbetrieb Hüsser Innenausbau in der vierten Generation.

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