Hüsser goes digital

05/05/2017
Digitale Transformation ist in aller Munde und, dass auch Schreinereien vom digitalen Wandel betroffen sind, unbestritten. Einerseits werden z. B. Küchen oder andere unserer Produkte immer digitaler, andererseits aber merken wir die Digitalisierung auch bei uns im Alltag: die Maschinen werden mehr und mehr zu Robotern und die Arbeitsvorbereitung ist gefordert mit den neusten Softwareprogrammen mitzuhalten. Denn längst sind die Zeiten vorbei, wo man noch mit Reissbrett von Hand gezeichnet hat.

So machen auch wir uns schon seit längerem Gedanken über unsere digitale Strategie und bald wurde klar: wollen wir den Anschluss nicht verpassen, müssen wir uns “transformieren”. Abklärungen, Tests, Besichtigungen, Vergleiche, Auswertungen und viele viele Gespräche hatten zur Folge, dass wir uns für einen radikalen Weg entschieden haben: wir investierten in ein neues Zeichnungsprogramm (CAD), in eine neue Branchensoftware (ERP), in eine neue Computergesteuerte Maschine (CNC) und in eine neue Kantenleim-Maschine. Daneben darf nicht vergessen gehen, dass wir auch viel in unser Personal investierten in Form von Schulungen, Informationen und Einarbeitungsphasen. Durch diese Neuanschaffungen erhofften wir uns eine digitale Durchgängigkeit, die uns effizienter und fehlerfreier produzieren lässt, Schnittstellenkosten gesenkt werden können und wir gleichzeitig so als attraktiver Arbeitgeber auftreten und àjour bleiben.

Mehr als ein Zalando-Paket

Die Einführung und Abstimmung all dieser Tools erfolgte natürlich phasenweise und doch war unser gesetzter Terminplan für die definitive Einführung der digitalen Durchgängigkeit sehr sportlich. Zuerst führten wir die neue Branchensoftware “Triviso” ein, anschliessend folgte der Wechsel auf das neue Zeichnungsprogramm (CAD+T). Im Februar haben wir die Kaufverträge für die neuen Maschinen (beide von Biesse) unterschrieben und bald darauf auch glücklicherweise Käufer für die “alten” Maschinen gefunden. Ende März wurden die neue CNC und die neue Kantenleim-Maschine von Italien nach Bremgarten geliefert und in den folgenden Wochen installiert. Es ist schon sehr beeindruckend, wenn vor dem Bürofenster zwei riiiiesige Lastwagen vorbeifahren und man weiss: die kommen für dich (das hat bei mir wirklich so ein Zalando-Schrei sondergleichen ausgelöst! :-)). Nun hiess es für uns, alles so weit vorzubereiten, damit die Branchensoftware, das CAD und die Maschinen miteinander “kommunizieren” können und wir die Daten nur noch mittels Scanner “abschiessen” müssen, ohne neu zu programmieren.

Tolles Team – tolle Arbeit – tolle Teamarbeit!

Unser Betriebsleiter, aber auch die Werkstattchefs und Maschinisten, sowie die Arbeitsvorbereiter zeigten sich sehr motiviert und dank ihrem aussergewöhnlichen Engagement und ein paar Überstunden, haben wir es geschafft und haben diese Woche das erste “digitale Möbel” fertigen dürfen. Natürlich folgen jetzt noch das Finetuning und das Einspielen in die neuen Prozesse, aber wir sind total happy, dass wir schon nächste Woche wieder Vollgas geben können und die Kundenaufträge “wies Bisiwätter” abwickeln dürfen.    

Also, testen Sie uns und unsere digitalen Prozesse und challengen Sie uns mit einem neuen Auftrag! 🙂

Über die Autorin

Barbara Hüsser
Barbara Hüsser
Geschäftsführerin von Hüsser Innenausbau und passionierte Schreiner-Bloggerin. Nach der Matura zunächst Studium an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz bis zum Abschluss als Sekundarlehrerin. Nach kurzer Lehrertätigkeit, Einstieg in den Schreinerberuf mit der Lehre zur Schreinerin. Parallel dazu Ausbildung am Schweizerischen Institut für Unternehmensführung zur Betriebswirtschafterin. Barbara Hüsser führt den 1913 gegründeten Familienbetrieb Hüsser Innenausbau in der vierten Generation.

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